Netzwerken mit Experten: Die Gründermesse Mainfranken

Quelle: IHK Würzburg-Schweinfurt

Ob Weiterbildung oder Finanzierung: Auf der Gründermesse Mainfranken konnten sich Gründer und Interessierte rund um das Thema Selbständigkeit informieren. Experten standen vor Ort zu Gesprächen zur Verfügung – und Kontakte zu Gleichgesinnten knüpfen konnte man natürlich auch

Von Nadine Kunigk

20 Aussteller, 400 Beratungstermine, 500 Besucher: Die Gründermesse Mainfranken, die Mitte November im Rahmen der bundesweiten Gründerwoche in den Räumlichkeiten der Industrie- und Handelskammer stattfand, bot Gründern und Interessierten vielfältige Informations- und Beratungsmöglichkeiten. Im Fokus habe dabei die Sensibilisierung für die berufliche Selbständigkeit gestanden – und natürlich die persönliche Beratung vor Ort mit den entsprechenden Experten, so Sascha Genders, Bereichsleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung, der die Messe federführend organisiert hatte.

Neben bereits seit Jahren vor Ort anzutreffenden Institutionen, Gründern und Unternehmensnachfolgern aus Wirtschaft, Bildung und Finanzierung freute sich Genders vor allem über neu hinzugewonnene Teilnehmer und die erweiterten Möglichkeiten der Messe. „Mit bayernkreativ, dem Bayerische Zentrum für Kultur und Kreativwirtschaft sowie dem Finanzamt konnten wir unseren Gästen gleich zwei weitere Möglichkeiten bieten, sich über verschiedene Bereiche der Selbständigkeit zu informieren und Fragen zu klären“, so der IHK-Experte. Zugleich habe auch erstmals ein Vortrag im Rahmen der Messe stattgefunden. Thema dieses Vortrags waren die Versicherungsmöglichkeiten seitens der gesetzlichen Rentenversicherung für Selbständige und Freiberufler. „Ich denke der Vortrag war für alle Anwesenden sehr informativ“, sagte Christin Schraut, Mitarbeiterin des Finanzamtes. Vor allem sei sie aber vor Ort, um das Finanzamt zu repräsentieren. „ Auch wir möchten Präsenz zeigen und Grundfragen vor Ort beantworten.“

Rückläufige Selbständigkeitsquoten machen Sorgen

Das Thema Selbständigkeit ist von enormer Relevanz. In der Region Mainfranken sind laut aktuellen Zahlen ungefähr 77.000 Gewerbetreibende angesiedelt. Doch die Anzahl derer, die sich für den Schritt in die Selbstständigkeit entscheiden, ist laut Angaben der IHK ernüchternd. Im Jahr 2016 wurde ein geringer Anstieg von 424 Gewerbetreibenden ermittelt. Zahlen, die Genders auf die sinkende Attraktivität der Selbständigkeit zurückführt: Der demografische Wandel, weniger Förderinstrumente, schlechtere Arbeitsbedingungen als in einem sicheren Angestelltenverhältnis und dazu das fehlende Verständnis für die Selbständigkeit durch die mangelnde Sensibilisierung an Schulen und Hochschulen sorgen für relativ geringe Selbständigkeitsquoten. Dabei ist das Thema aktueller denn je: Immer mehr Unternehmer haben Probleme, passende Nachfolger für ihr Unternehmen zu finden. Zugleich wird  die Gründung von Startups immer populärer.

Nach dem Event widmet sich das Team um Sascha Genders vor allem der Auswertung der Feedbackbögen und der Nachbereitung. So wollen sie aus Fehlern lernen und in der Lage sein, Positives erneut gut umsetzen zu können. Die Planung der Gründermesse 2019 läuft bereits – und soll mit ausreichend Vorbereitungszeit an vorangegangene Erfolge anknüpfen. „Wir hoffen, dass wir den einzelnen Gästen mit unserer Veranstaltung helfen und die Vorzüge der Selbständigkeit gut darstellen konnten“, so Genders. „Gleichzeitig war es uns ein persönliches Anliegen, die Gründerwoche noch mit einem kleinen Highlight abzuschließen.“ Workshops, Informationsveranstaltungen und Seminare sowie verschiedene Get together wurden von der IHK als Gesamtinteressenvertreter aller Gewerbetreibenden organisiert. „Uns war es vor allem wichtig, Gründer und Gründungsinteressierte zu unterstützen. Sie sollten vor Ort mit allen wesentlichen berufsinstitutionellen Ansprechpartnern auf einmal sprechen können und alle Kernfragen beantwortet bekommen“, so Genders. Normalerweise seien dafür schließlich viele verschiedene Termine an unterschiedlichen Orten notwendig.

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