Die Gewinner des ADH Open im Wellenreiten sind gekürt

Wellenreiten_pixabay

Vom 14. bis 21. Mai fand zum 13. Mal der Contest im Wellenreiten des allgemeinen deutschen Hochschulverbands (ADH Open) in Seignosse, Frankreich statt. Der Wettkampf, der für Studenten an deutschen Hochschulen und Universitäten organisiert wird, erfreute sich auch dieses Jahr wieder großer Beliebtheit. Der Contest lockte einige hundert feier- und surfbegeisterte Studenten ans Meer und in die Ferienanlage Belambra.

von Nicole Hawkins

Ausgetragen wurde der Wettkampf in vier Kategorien. Die Studierenden konnten in Open Men, Open Women sowie Longboard Men und  Longboard Women ihre Kräfte und ihr Können unter Beweis stellen. Bewertet wurden ‘Engangement und Schwierigkeitsgrad’ und die ‘Kombination’ und ‘Vielfältigkeit der Manöver’. Es ging darum das Meiste aus der Welle herauszuholen.

Gewinner des Open Men, zum dritten Mal in Folge, ist Alexander Tesch von der Uni Hamburg. Valeska Schneider, die frisch aus Australien von ihrem Auslandssemester eingeflogen in Frankreich ankam, konnte in beiden Kategorien, Open Women und Longboard Women überzeugen und sich jeweils den ersten Platz sichern. Am meisten Punkte erreichte bei den Longboard Men Florian Trometer von der Universität Bonn.

Hohe Teilnehmerzahl bei den Männern

Da bei den Männern die diesjährige Teilnehmerzahl extrem hoch war, entschieden sich die Juroren Tobias Hante und Henning Windmöller zusammen mit dem Wettkampfdirektor Uli Scherb, die elf besten Surfer der Vorjahre direkt in die dritte Runde zu schicken. Die nicht ganz optimalen Wellenbedingungen bei den ersten zwei Runden, den sogenannten Qualification Series, machten es den anderen Surfern jedoch nicht leicht, im Contest zu bleiben. Die unbeständigen Wellen, der sogenannte Swell, und der Shorebreak, also Wellen die sehr nah am Strand brechen, erforderten Ehrgeiz und Durchhaltevermögen von den Teilnehmern.

Wesentlich kleiner fielen die Teilnehmerzahlen beim Open Women (27 Surferinnen), Longboard Women (11 Surferinnen) und Longboard Men (19 Surfer) aus, wodurch alle in der ersten Runde starteten.

Wegen kaum vorhandener Wellen musste am Montag, dem zweiten Wettkampftag, der Contest eine Pause, einen sogenannten Lay-day, einlegen. Die freie Zeit konnten die Surfer auf dem für den Tag angesetzten Surfflohmarkt oder bei einem Beachvolleyball-Turnier nutzen. Im Laufe der Woche wurden die Wellen höher und die Contestbedingungen somit besser. Am Dienstag ging es mit den Frauen und Longboardern weiter. Da der ausgesetzte Tag nachgeholt werden musste, wurde ab dem Zeitpunkt von zwei Podien aus gesurft und gewertet.

Für Beschäftigung war gesorgt

Neben Partyauftritten von Bluefunkt und Team Rhythmusgymnastik bot das Organisationsteam weitere Beschäftigungen für alle Surfbegeisterten. Somit hatten die Teilnehmer neben dem Screening des Surffilms „View from a Blue Moon“ des Prosurfers John John Florence, die Chance sich einen Vortrag von Carlo Drechsler, einem Wavetours-Teamfahrer, anzuhören.  Carlo war etwa 1,5 Jahre mit seinem Jeep an Afrikas Küsten unterwegs um die perfekten Wellen zu finden.

Auch soziale Projekte spielten in der Contestwoche eine wichtige Rolle. Beim Filmabend stellte das Waves-4-Water-Team das eigens entwickelte Filtersystem für die Trinkwasseraufbereitung in Entwicklungsländern vor. Traditionell stand auch die Erhaltung und Pflege der lokalen Strände auf dem Programm. Viele Freiwillige nahmen am “Beach Clean up” teil und befreiten den Strand von Plastik und anderem Müll.

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