Flüchtlinge werden auf Studium vorbereitet

Institut für Pädagogik
Studierende können sich drei Wochen lang in der Flüchtlingshilfe engagieren, statt Vorlesungen zu besuchen

Die Universität Würzburg (JMU) initiiert ein Projekt, um Flüchtlinge mit Hochschulreife auf ein Studium vorzubereiten. Die 50 Teilnehmer können dabei nicht nur Sprachkenntnisse erwerben, sondern auch englische Veranstaltungen zu Politik, Geschichte, Kultur und Alltagsgeschehen in Deutschland besuchen. Partner des Projekts sind die Katholische Hochschulgemeinde (KHG), die Evangelische Studentengemeinde (ESG), sowie das Zentrum für Sprachen (ZFS). Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr befristet.

Flüchtlingsprojekte statt Vorlesung

Auch die Pädagogik-Professoren setzen sich für Flüchtlingshilfe ein: Ihre Studierenden  können sich im Dezember für Flüchtlinge engagieren anstatt Vorlesungen zu besuchen. Die Studierenden sollen so die Praxisseite sozialer Projekte kennenlernen. Laut Pressestelle der Universität soll mit der Aktion der Weg zu einem langfristigen sozialen Engagement während des Studiums geebnet werden.

Notunterkunft am Campus Nord

Die Universität Würzburg stellt eine winterfeste Unterkunft für rund 300 Flüchtlinge zur Verfügung. Die Flüchtlinge kommen in der Mehrzweckhalle und der Turnhalle im Didaktik- und Sprachenzentrum am Campus Nord unter. Die Räume sollen als Ersatz für die nicht winterfeste Unterkunft in der Zellerau dienen.  Die ersten Flüchtlinge bezogen die Unterkunft am 19. Oktober, derzeit sind 282 Menschen in den Gebäuden auf dem Campus Nord untergekommen. Ab dem Frühjahr 2016 sollen die Räumlichkeiten dann wieder der Universität zur Verfügung stehen.

 

Autoren: Dorothee Jeschke, Mara Schnorfeil, Claudio Höll

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