Das Internet der Dinge als Risiko für Daten?

Datensicherheit

Die Verknüpfung der realen und virtuellen Welt durch das Internet ist die wichtigste Komponente der Industrie 4.0. Dieses „Internet der Dinge“ ermöglicht die starke Individualisierung der Produkte unter einer hochflexiblen Massenproduktion. Doch sobald man Daten in die digitale Cloud hochlädt, werden sie angreifbar. Ob es sich dabei um Kundendaten handelt, oder um hochgeheime Fertigungsprozesse, spielt keine Rolle. Kritiker des Trends der Digitalisierung bemängeln dementsprechend das Thema der Datensicherheit in der Industrie 4.0. Die Unternehmensberatung McKinsey hat daraufhin 2015 eine Studie durchgeführt und deutsche Unternehmen befragt.

Ergebnis dieser Studie war, dass sich lediglich sechs von zehn Unternehmen bezüglich der neuen industriellen Revolution gut vorbereitet fühlen. Etwa neun von zehn Unternehmen gehen aber davon aus, dass die Industrie 4.0 eine Chance darstellt, die Produktivität zu steigern. Trotzdem investieren die deutschen Unternehmen nur zurückhaltend. Und das, obwohl davon ausgegangen wird, dass in den kommenden zehn Jahren etwa die Hälfte des bisherigen Maschinenparks ausgetauscht werden muss.

Die deutschen Unternehmen begreifen den 3 D-Druck, Big Data und das Internet der Dinge tendenziell eher als Risiko und nicht als Chance, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, kommentierte Detlef Kayser, einer der Autoren der Studie. Derzeit investieren die Unternehmen nur rund 14 Prozent des Forschungsetats in die relevanten Themen der Industrie 4.0. Als größte Hindernisse auf dem Weg zur Industrie 4.0 werden von den befragten Unternehmen das Wissen der Mitarbeiter, Datensicherheit und einheitliche Datenstandards gesehen.

Ein internationales Unternehmen zeigt, dass es auch anders geht. Siemens ist einer der Antreiber des neuen industriellen Zeitalters.  Und auch das Thema der Datensicherheit findet Beachtung. Wir haben Wolfgang Schröder (Head of TIA marketing and central tasks) auf einer Konferenz zur Datensicherheit gefragt, wie genau Siemens dieses heikle Thema anpackt.

Frage: Herr Schröder, auf der Internetseite von Siemens sind überproportional viele Informationen zum Thema Datensicherheit zu finden. Wie kommt es, dass dieses Thema bei Ihnen so präsent ist?

Antwort: Was jeder kennt ist der Vorfall von Stuxnet von 2010 und seitdem ist natürlich auch die Awareness in der Industrie extrem gestiegen. (Einschub: Der Computerwurm Stuxnet infizierte im Jahr 2010 rund um den Globus die Steuerungscomputer von Industrieanlagen des Herstellers Siemens.)

Das war wie eine Art Weckruf für die Industrie, sich  mit diesem Thema Security überhaupt einmal tiefer zu beschäftigen. Seitdem haben wir von Siemens sehr viel unternommen.

Was genau Siemens unternimmt, könnt ihr euch hier anhören:

Written By
More from Redaktion

Wie eine Designagentur erwachsen wurde

Gründen geht oft schief, trotz immer besserer Strukturen. Jo’s Büro für Gestaltung...
Read More